Es waren zwölf ehemalige Gardemädchen der Ballettschule Elisa Grüner, die für ein Ehemaligentreffen im Oktober 2002 gemeinsam einen Tanz einstudierten. Das machte den Frauen so viel Spaß, dass sie beschlossen, weiter gemeinsam zu tanzen. Erst nannten sie sich noch „Greener Girls“, als dann auch tanzende Männer dazu kamen, nannten sie sich „Twisters“ und schlossen sich bald darauf der Kolping-Familie an. Bald gab es Nachfragen, auch für Kinder eine Tanzgruppe anzubieten und so entstanden im Oktober 2005 die „Little Twisters“ mit heute 29 Kindern zwischen acht und elf Jahren. Auch die Kleinen haben schon beim Showtime-Wettbewerb einen zweiten Platz gewonnen. 2006 gründeten sich die „Junior Twisters“, das sind derzeit 27 Jugendliche. Beim Training dieser Gruppen wird Daniele Scheffner von ihrem Mann Andreas Scheffner und von Karin Weiler unterstützt.

Die Ideen zur Choreografie entstehen oft beim Zusammensein im kleinen Kreis, erzählt Daniela Scheffner. Die Ausarbeitung zu den Figuren, die dann später getanzt werden sollen, entstehe erst auf dem Papier. „Auf dem Papier funktioniert alles“, sagt die Choreografin schmunzelnd. In der Praxis muss dann noch die Feinabstimmung vorgenommen werden, etwa wenn bestimmte Wege für Tänzer zu lang sind, oder bestimmte Abläufe genau zur Musik passen müssen. Eine akademische Tanzausbildung hat Daniela Scheffner nicht, aber sehr viel eigene Erfahrung. Ebenso wie ihr Mann, der einen Trainerschein hat, nimmt sie regelmäßig an Seminaren und Kursen teil, um Neues zu lernen. So habe sie etwa einen Kurs für Cheerleading besucht, weil dort Hebefiguren und weitere Tricks gezeigt werden. „Es gibt viele verschiedene Einflüsse, die bei den Twisters zusammenkommen“, sagt sie.

Auf jeden Fall ist aus einem Dutzend ehemaliger Gardetänzerinnen inzwischen eine sehr erfolgreiche Tanzsport-Gruppe geworden und an Nachwuchs mangelt es nicht, wie man an den ebenfalls erfolgreichen „Little Twisters“ und den „Junioren Twisters“ sieht.