Adolph Kolping wurde am 8. Dezember 1813 in Kerpen, einer Kleinstadt zwischen Köln und Düren, geboren. Noch nicht 13 Jahre alt, erlernte er das Schuhmacherhandwerk in seinem Heimatort und blieb noch acht Jahre als Geselle in diesem Beruf tätig.

Um den Menschen mehr helfen zu können, entschloss er sich Priester zu werden. Er besuchte ab Herbst 1837 das Marzellen-gymnasium in Köln, wo er nach dreieinhalb Jahren das Abitur bestand. Nach seinen theologischen Studien in München, Bonn und Köln, wurde er am 13. April 1845 in der Minoritenkirche zum Priester geweiht.

Seine erste Kaplansstelle erhielt er an der Laurentiuskirche in Elberfeld. Hier arbeitete Kolping in dem vom Lehrer Breuer gegründeten Gesellenverein mit und wurde bald dessen geistiger Mittelpunkt. Durch diese Arbeit angeregt, erkannte Kolping die Notwendigkeit der religiös-sozialen Arbeit für die gesamte werktätige Jugend. Darum bewarb er sich um die freigewordene Domvikarstelle in Köln, um von der Rheinmetropole aus sein Ziel zu verwirklichen.

Als Karl Marx am 6. Mai 1849 im überfüllten Kölner Gürzenich sein Kommunistisches Manifest verkündete, gründete Adolph Kolping mit sieben Gesellen in der Kolumbaschule in Köln den Katholischen Gesellenverein. Im Gegensatz zu Karl Marx wollte Kolping die soziale Not nicht durch klassenkämpferische Solidarität beheben, sondern durch die Neubesinnung des Menschen auf den Wert der Familie, des Berufes, der Kirche und des Staates.

Als Kolping am 4. Dezember 1865 in Köln starb, gab es in Europa und den USA 513 Gesellenvereine. Bereits 60.000 Gesellen waren in dem Werk organisiert.

 

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